Quelle: Schroedel
Chemisch bedeutet, dass keine spektroskopischen Methoden eingesetzt werden.
Bekannt: Es handelt sich um eine gesättigte Kohlenstoffverbindung.
Beim Erhitzen auf einem Kupferblechstreifen wird die Flamme des Gasbrenners grün gefärbt (Beilstein-Probe): Nachweis für Chlor
Die quantitative Elementaranalyse ergibt 51,9% Kohlenstoff und 9,7% Wasserstoff, der Rest, also 38,4%, entfällt auf das dritte Element (Chlor).
In 100 g der Substanz wären 51,9 g Kohlenstoff = 4,325 mol enthalten, und 9,7 g Wasserstoff = 9,7 mol. Als ganzzahliges Verhältnis erhält man:
n(C) : n(H) = 4,325 : 9,7 = 1 : 2,24 = 4 : 9
Beim Verdunsten ergeben 100 mg der Substanz ein bei 25°C ein Gasvolumen von 25 ml (dieser Wert ist fehlerhaft). 1 mol entspricht bei dieser Temperatur ein Gasvolumen von 24 l, also sind 100 mg ca. 0,00104 mol der Substanz, die Molmasse würde also 0,1 g / 0,00104 mol = 96 g/mol betragen (Wahrer Wert: 93 g/mol).
Nach Zersetzung von 100 mg der Substanz entsteht Salzsäure, die mit 10 ml 1 molarer NaOH neutralisiert wird.
n(Substanz) = 0,001 mol = n(Lauge), also ist in einem Molekül der Substanz genau ein Chloratom enthalten. Die damit ermittelte Summenformel C4H9Cl passt sowohl zur Molmasse von 93 g/mol als auch zur prozentualen Zusammensetzung.
Mögliche Substanzen wären 1-Chlorbutan, 2-Chlorbutan, 1-Chlor-2-Methylpropan und 2-Chlor-2-Methylpropan.
Da die Substanz mit Silbernitrat schnell reagiert, wird es sich um 2-Chlor-2-Methylpropan handeln, da das Chlor hier am tertiären C gebunden ist (die C-Cl Bindung ist im Vergleich zu den anderen Substanzen hier am schwächsten).