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Die Sauschwänzlebahn als Zusi-Projekt

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Das Vorbild

Die eingleisige Linie wurde 1890 als strategische Bahn Oberlauchringen - Hintschingen gebaut, wobei aus Rücksicht auf schwere Militärtransporte eine Maximalsteigung von 1:100 eingehalten werden musste. Dies erforderte im Mittelabschnitt Zollhaus - Weizen eine aufwändige Trassenführung mit Kehrschleifen, Brücken und Tunnels, um 231 Höhenmeter auf nur 9,6 Kilometern Luftlinie zu überwinden. Fast alle Bahnhöfe verfügen über lange Ausweichgleise für Militärzüge.

Streckenplan

Die Strecke war ursprünglich eine Hauptbahn, obwohl nur 4 oder 5 Zugpaare täglich verkehrten. 1932 wurde sie zur Nebenbahn zurückgestuft und nach 1950 auf vereinfachten Nebenbahnbetrieb umgestellt. Die Teilstrecke Zollhaus - Weizen wurde 1955 vorläufig stillgelegt, aber ab 1962 nochmals saniert und bis Mitte der 1970er Jahre betriebsfähig erhalten, die anderen Abschnitte wurden bis 1970 für den Personenverkehr stillgelegt.

Zollhaus-Weizen wird seit 1977 als Museumsbahn mit Dampfzügen betrieben. Die Signale in Epfenhofen, Grimmelshofen und Weizen sind mit Ungültigkeitskreuzen versehen, aber noch funktionsfähig und können bei besonderen Anlässen (Dampflokfest) wieder in Betrieb genommen werden. Zwei ausgediente Vorsignale existieren noch im Buchberg- und im Großen Stockhaldetunnel. Die Bahnübergänge sind in der Regel ungesichert und mit Pfeiftafeln versehen, nur in Zollhaus und bei Weizen sind an der B27 und B314 Schranken vorhanden. Auf offener Strecke und im Buchbergtunnel liegen noch Gleise mit Schienenstößen, in den übrigen Tunneln wurden in den 1960er Jahren verschweißte Schienen eingebaut.

Im Jahr 2004 wurde der Abschnitt Zollhaus-Hintschingen erneuert, für 80 km/h ausgebaut und wieder für den Personenverkehr reaktiviert. Heute verkehrt hier der 3er-Ringzug der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL).

 
   

   © 2006 by Klaus Zimmermann • Eisenbahnwaggon